Günter Weschke

Der Weg, so weit



Wo und wann mein Weg einmal begann, kann ich heute nicht mehr sagen, aber ich bin schon sehr lange unterwegs.
Ich habe bisher viel gesehen und erlebt, wie lange ich noch gehen muss, weiß ich nicht, wohin mein Weg mich führt, ich weiß es nicht.
Aber ich weiß, irgendwann ist mein Weg zu Ende.
Es gibt viele Irrwege, Kreuzungen, Querstraßen, Orte an denen man länger verweilt, Plätze, wo man auch Ruhe findet.
Wirtshäuser, die sich als Spelunken erkennen lassen, und Spelunken, die man zögerlich betritt, die sich jedoch als ein kleines Paradies entpuppen.

Jeder von uns hat seinen eigenen Weg zu gehen, Fremde, die sich begegnen bleiben oft lange zusammen, werden dann getrennt und suchen wieder neue Wege.
Aber alles, wenn es auch chaotisch aussieht, hat seine Ordnung.

Mein Weg führte mich weit in der Welt herum, ich lernte fremde Länder, fremde Menschen und fremde Wege kennen.
Ich spielte mit Koalas, streichelte Kängurus, ritt auf wilden Pferden, schlief nachts in der Prärie, oder jagte im indischen Ozean den schwarzen Marlin.
Damals hatte mich die Abenteuerlust gepackt.
Das -Kreuz des Südens- begleitete meine Nächte, in der flirrenden Hitze Australiens, suchte ich nach Opalen.
Wenn es hier auch am Tage sehr heiß ist, so sind die Nächte im Outback, bitterkalt.
In Sydney wäre ich von einen Linienbus beinahe überfahren worden, es handelte sich nur um ein paar Millimeter.
Hier herrscht rechts Verkehr.
Hier wäre mein Weg dann zu Ende gewesen.

Meine Wege führten mich Quer durch Europa, bis nach Portugal, Marokko, Spanien, Italien, bis rauf nach Dänemark.
Unseren Nachbarn Österreich, habe ich sehr gern besucht, keine Verständigungsschwierigkeiten!

Jetzt bemerke ich, das mein Weg immer schwieriger wird, enger und steiler, die Luft wird dünner und die sanften Hügel werden zu unüberwindlichen Bergen.

Da vorn ist eine Bank, ich werde mich jetzt ausruhen.













 

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Weil ich das Verschwenderische des Lebens begriffen habe, die Extreme erkannte und über den Weg von einem zum anderen nachzudenken anfing, weil ich verstand wie elend es ist, wußte ich auch, wie schön es ist und weil ich erkannte, wie ernst es auch ist wußte ich auch wie fröhlich es ist.

Und weil ich begriff wie lang und wie kurz der Weg zwischen beiden ist, nahm ich ihn auch wahr und so ist mir heute jeder Schritt es wert eingehalten zu werden, weil hinter jedem Ereignis sich ein anderes verbirgt und sichtbar wird.

Und deshalb schrieb ich diesen Gedichtband.

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