Julia Thompson Sowa

TATORT KINDERSPIELPLATZ - URWALD WIESE

Ein kleiner knirps
mit einer tüte voll süssigkeiten
auf einer wiese sitzt
lockt an
so manches getier
mit bärchen, colaflaschen, esspapier uvm

ein paar spatzen gesellen sich in seine nähe
ein eichhörnchen wagt sich auch schon heran
ganz abgesehen von all den ameisen und fliegen
den kleinen ist das ganz egal
er denkt sich
ich teile mal brüderlich

eine abgelutschte klebrige colaflasche wirft er ihnen vor zum fraß
das war ein spass
seine augen funkelten als er die meute
sich draufstürzen sah
er rechnetet nicht mit der biene
die setzt sich auf seine hand
und lässt ihm da
den stachel
zum dank

der knirps
der schrie ganz fürchterlich
die meisten tiere lassen sich davon nicht beirren
der kleine zu seiner mutter rennt
die den stachel entfernt
und die kleine entzündete kinderhand kühlt
dem kerlchen auch die tränen wegküsst

er beruhigt sich nach einiger zeit
und rennt hinaus
will seine tüte wieder haben
am tatort angekommen
traute er seinen grossen kulleraugen nicht
was er sah
waren nur noch ameisen und fliegen
und wieder gings los
er schrie wie am spies
tränen liefen über sein kleines gesicht
vor wut schrie er:
ich mag euch nicht
drehte sich um
und ging ins haus...

AUS

(c)by julia m sowa

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In meinen Gedichten, schreibe ich mir meine eigene Realität, meine Träume auch wenn sie oft surreal, meistens abstakt wirken. Schreiben bedingt auch meine Sprache, meine Denkmechanismen mein Gefühl für das Jetzt der Zeit.

Ich vernehme mich selbst, ich höre tief in mich rein, bin bei mir, hier und jetzt. Die Sprache ist dabei meine Helfershelferin und Komplizin, wenn es darum geht, mir die Wirklichkeit vom Leib zu halten. Wenn ich mein erzähltes Ich beschreibe, beeinflusse, beschneide, möchte ich begreifen, wissen, welche Ursachen Einflüsse bestimmte Dinge und Menschen auf mein Inneres auf meine Handlung nehmen, wie sie sich integrieren bzw. verworfen werden um mich dennoch im Gleichgewicht halten können.

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