Klaus-Jürgen Langner

Am Morgen danach!

 
Am Morgen danach.
 
Einer meiner Freunde – ich will hier keinen näher anschauen- hat mir eine tolle Geschichte erzählt. Und ich habe ihm versprochen seine tolle Story nur incognito zu erzählen.
Also:
Ich bin heute früh aufgewacht und habe doch die Augen fast noch nicht öffnen können, so laut habe ich gestöhnt. Ich taste nach dem Wecker und ertaste stattdessen ein kleines Päckchen. Wenn ich es nahe vor die Augen halte, kann ich lesen:“Aspirin!“ Und da steht auch ein Glas Wasser.
Das wird mir helfen.
Ganz langsam taste ich mich aus dem Traum in die Realität des „Morgens danach!“, nach der ausgiebigen Geburtstagsfeier meines besten Freundes.
Und jetzt erkenne ich auch meine sorgsam zusammengelegte Kleidung auf dem Stuhl und den Zettel auf dem Nachttisch.
„Guten Morgen mein Liebling, das Frühstück steht auf dem Tisch; ich bin nur kurz einkaufen. Ich liebe Dich!“ Mit Herzchen drumherum.
Und tatsächlich, das stimmt alles so. Am Tisch sitzt auch mein Sohn und liest in meiner Sportzeitung. Sogar Blumen stehen dort.
Ich schüttele kurz meinen Kopf, um alles richtig einzuordnen.
Und ich frage: „Hallo Oliver, sag mal, was war denn gestern hier los?“
„Nun, als Du heute Nacht schon fast morgens hereingetaumelt bist, da hattest Du ganz deutliche Nachwirkungen von sehr viel mehr Alkohol, als Du normalerweise vertragen kannst. In der Toilette hast Du Dich übergeben, aber neben der Kloschüssel, Dein beschmutztes Hemd hast Du zum ohne es mit Wasser in Berührung zu bringen, auf der Leine aufgehängt. Dann bist Du im Katzenklo in die Knie gegangen und hast laut „Verdammter Bockmist“ geschrien. Das war dann die Zeit wo Mama und ich Dich gerettet haben, gesäubert haben und in das Bett gegbracht haben.“
„Und dann ist hier dennoch alles so mit Liebe vorbereitet, dass ich mir gar nicht denken kann, womit ich mir das alles verdient habe.“ Antwortete ich.
Nun ja, da sind der Mama, dann einmal doch die Tränen gekommen, als wir versucht haben Dich ganz auszuziehen, hast Du deine Unterhose wieder hochgezogen und hast laut gebrüllt:
„Nimm die Hände da weg, Du Schlampe, ich bin glücklich verheiratet! Da hättest Du Mamas Gesicht mal sehen sollten!“
Don , Oktober 2012.
 

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