Karl-Konrad Knooshood

Protokoll eines verfallenden Landes: Die Seefrau

 

Sie war nicht immer schon Seefahrerin gewesen. Sie hatte zunächst keine Ausbildung absolviert, die in irgendeiner Weise mit Seefahrt zu tun hatte. Abgesehen davon hatte sie nichts anderweitig Nützliches gelernt. Nun war CAROLA R., ich nenne sie mal vorsichtig "Rocket Woman", nach einem Studium der Nautik und ersten Erfahrungen und Kenntniserlangungen in der Seefahrt, flügge geworden. Nachdem sie die Jahre ihrer immer rascher verfließenden Jugend hauptsächlich mit WOW*-Zocken verbracht hatte, war sie "erwacht". Ihr "Erweckungserlebnis" (das hört sich nun sehr sektenartig an), aus dem sie gefährlicherweise ähnliche Schlüsse zog wie ein eine religiöse Psychose erlebender Religionseiferer in Spe, hatte sie in einem Internetforum ihre ersten Eindrücke erhalten. Der erste Spin, wenn man so will. Sie konnte auf einer Seite nachlesen, wo im sprachseriösen Gewande, fein und leicht verständlich und somit leicht lesbar verpackt, Informationen zu finden waren, zum Thema "Seenotrettung", über "NGOs" und deren "segensreichen" Rettungsaktionen, natürlich hübsch linksideologisch eingefärbt. Skrupellose Schlepper schipperten nämlich die "Armen, Verzweifelten" aus ihren verarmten Ländern – an deren Verarmung selbstverständlich exklusiv die "westliche Welt" schuld sei, die "Fliehenden/Flüchtenden" wurden in morsche, seeuntaugliche, leckgeschlagene Boote gesetzt (letztgenannter Punkt entspricht wenigstens der Realität, wenngleich aus dieser Tatsache sich stark unterscheidende Interpretationen der Gründe sowie was das Handeln im Anschluss an das Retten von Ertrinkenden betrifft, zeitigen)… Sie schaute sich auf dieser Seite um und tat sich weiter um und las und las und las. Nur diese eine Seite. War sie von PRO ASYL? Vielleicht. Oder auch einem anderen Agenda-Pusher, einer anderen moralischen Drückerkolonne für das "schlechte Gewissen" des "Westens"™. Es spielt keine Rolle. Sie war sofort Feuer und Flamme. Sie war sofort überzeugt, ohne näher zu hinterfragen. CAROLA R. wollte helfen, Teil einer größeren Sache sein, Vorbehalte und etwaige Problemstellungen geflissentlich ignorierend, wie es für Menschen ihres unkritischen Schlages üblich war und ist.

 

Zeitsprung: Der heutige Tag. Die Gegenwart. SERGIO LEONARDO beobachtete die Szenerie am Pier. Eine junge Frau von vielleicht Anfang bis Mitte 30, flankiert von Polizisten der GUARDIA DI FINANZA, der Italienischen Finanzpolizei, schritt würdevollen Trotzes, die Rastalocken zum strengen Knubbel gebunden, zwischen den grimmig und verstimmt aber sonst leidenschaftslos dreinblickenden, routiniert vorangehenden Polizisten die Gangway hinunter. Irritiert stellte LEONARDO fest, dass man der Schwerkriminellen nicht einmal Handschellen angelegt hatte. Er hätte dies, nach dem, das sie abgezogen hatte, ehrlich gestanden erwartet.

 

Der Online-Ableger einer renommierten (was sich heutzutage ekelerregenderweise so nennt) Tageszeitung sah die Angelegenheit anders, nämlich so, wie man sie sich im selbstgerechtesten Deutschland aller Zeiten zurechtlegt und aus der Entfernung imaginierend uminterpretiert. In einer Weise nämlich, die an die massenhafte Umetikettierung billigen Gammelfleisches mit abgelaufenem Haltbarkeitsdatum im Rahmen des Gammelfleisch-Skandals erinnert. Das Narrativ war das folgende: Die "Seefrau" CAROLA RACKETE wurde wie eine "Mutter Theresa" der Großgewässer in Schutz genommen und als engelsgleiche Galionsfigur/Identifikationsfigur gepriesen, eine Art Projektionsfläche für gutmenschliche Sehnsüchte. Wie wurde sie für ihre "reine Menschlichkeit" vor jeglichem ach so diabolischen weltlichen Gesetz verteidigt – meine Herren, nicht zu fassen! Das war eine Interpretation der Wahrheit, keine reine Ausschmückung (die man noch hätte verschmerzen können). Eine von vielen möglichen Interpretationen dazu. Die beste Option ist immer die Interpretation zurate zu ziehen, welche die Wirklichkeit überhaupt zulässt.

 

Es wurde behauptet, die Italiener, die sich am Pier versammelt hatten, hätten etwas gegen reife, selbstbestimmte Frauen, gegen taffe Damen mit Grips und Mut, da sie ihr Sprüche zuriefen, die teils auf ihre Geschlechtlichkeit und Sexualität abzielten. Zugegeben, abgesehen von einigen völlig inakzeptablen verbalen Ausrutschern der anwesenden Menschen-, zum größten Teil Männermenge wie etwa dem Rufer, der CAROLA R. zurief, er wünsche, dass "die afrikanischen Männer" (gemeint: die unter den 47 von ihr "Geretteten") sie vergewaltigen sollten, lief das Ganze aber schon so, dass man die eher negative Gesamtstimmung verstehen konnte. Jene Feindseligkeit eben, die CAROLA R. bei vollem Bewusstsein auf sich gezogen hatte. Bedenken wir bitte die Tragweite ihres rücksichtslosen und von jeglicher Selbststeuerungsfähigkeit freien Handelns!

 

Wie bereits DER SCHATTENMACHER in seinem Video "RACKETE – Die Dialektik der Weltretter" erläutert hatte, lag es nicht zwangsläufig an der Tatsache, dass CAROLA R. eine vergleichsweise junge, taffe und selbstbewusste Frau war.

 

Für den in der teils wütenden, aufgebrachten, zum Großteil aus Männern (aber nicht ausschließlich) bestehenden italienischen Menge stehenden SERGIO LEONARDO war es kein Problem. Kein Problem, dass RACKETE eine Frau war, denn er war kein Chauvinist und Frauenfeind, auch kein typischer italienischer Klischee-Macho.

Diesen Klischees entsprach SERGIO in keinster Weise. Im Gegenteil: Für gewöhnlich schätzte er selbstbewusste, selbstbestimmte, kluge Frauen, gleichberechtigt in einer Partnerschaft mit einem Manne. Er selbst hatte MARGARITA geheiratet, eine resolute, robuste aber attraktive Frau, auch jetzt noch, nach 30 Jahren wechselhafter Ehe mit Höhen und Tiefen und beiderseitigem hitzigen südländischem Temperament. Gegen Ende der 80er hatten sich SERGIO und seiner perfekte MARGARITA das Jawort gegeben, voll überzeugt vom gemeinsamen Lebensweg.

 

Was ihm an CAROLA RACKETE missfiel, war nicht das Selbstbewusste, sondern Selbstherrliche! Dieses willkürliche, selbstgefällige Hinwegsetzen über die Anweisungen der italienischen Küstenwache. Dieser Mangel an Demut, der der Delinquentin jetzt nur allzu gut zu Gesicht gestanden hätte, nun, da sie gestellt, der Tat überführt war und in Haft überstellt werden sollte, war ärgerlich.

Keine Spur von Reue, nicht mal Zweifel zierten ihr ansatzweise attraktives Antlitz, eher dieses Triumphale, Selbstgerechte.

 

Eine Haltung eines Menschen, der sich rücksichtslos verhalten hatte und dachte, im Dienst einer guten Sache zu stehen. Einer Sache, die keinen Zweifel zuließ. So schien CAROLA R. zumindest zu glauben, wie man an Mimik und Gestik, ihrem gesamten Habitus ablesen konnte. Es war also nicht das Geschlecht, das ihn an der Verbrecherin störte, sondern ihr Verhalten.

 

Während SERGIO und seine Landsleute hart arbeiteten und seit Jahren durch die Ankunft immer weiterer, immer zahlreicherer Horden von illegalen Migranten aus den aggressiven, zivilisatorisch unterentwickelten, islamisch geprägten Ländern Nordafrikas geplagt wurden, stolzierte diese deutsche Göre höhnisch an der Menge vorüber. Sie, die im verwöhntesten Milieu aufgewachsen war, Vater und Mutter Spitzenverdiener, stellte nun ihre höchstpersönlich favorisierte Moral über jegliche weltlichen Bestimmungen, in diesem Fall über die Gesetze eines ihr fremden, seines, SERGIOs, Landes, seiner Heimat Italien!

 

Wärest DU, lieber Leser, nicht in der Tat ein wenig ungehalten, wenn eine Person aus einem anderen Land wohlweislich die Gesetze deines Landes aktiv und absichtlich willentlich missachtet, sich über alles hinwegsetzt? Wäre es Dir nicht egal, ob es Männlein oder Weiblein ist? So, lieber Leser, erging es SERGIO LEONARDO!

 

Auf welt.de ist am 01.07.2019 ein Artikel erschienen, der von derselben deutschen Selbstgerechtigkeit und dem typisch westdeutschen Besserwessitum, verbreitet vornehmlich unter Journalisten, durchtränkt ist wie CAROLA RACKETEs Gehirn, das nur noch ihre eigene Moral kennt. Eine herausstechende Eigenheit beider ist eben dieses Phänomen. Der Artikel ist verfasst von einer gewissen VIRGINIA KRIST (anders als ihr Name vermuten lässt, ist sie journalistisch keine besonders jungfräuliche Unbefleckt-Empfängnis, denn sie nimmt ihren Mund so voll wie sonst nur Bahnhofshuren fleischige Freier-Pimmel oder Gigolos am Gloryhole die ihnen hingestreckten Fleischpeitschen. Sie stellt sich vorbehaltlos und ohne die geringsten Selbstzweifel hinter CAROLA R. Wie DER SCHATTENMACHER so trefflich in seinem weiter oben angemerkten YOUTUBE-Video, machen es sich (ich paraphrasiere) VIRGINIA KRIST und die deutsche Allgemeinplatzpresse eine Prise zu leicht, bleibt zu unpräzise, wenn es da etwa in den ersten beiden einsehbaren Absätzen vor der Bezahlschrankwand heißt:

 

"'Weiß, deutsch, reich' – und dann auch noch eine Frau" (allein dieser Titel strotzt nur so vor Framing und Lesermanipulation, nimmt, vielsagend, schon viel vorweg).

 

Weiter heißt es im Abschnitt 1:

"Gegröle und Pfiffe hört CAROLA RACKETE, als die Kapitänin in der Nacht zu Sonntag nach Wochen auf offener See ihr Schiff verlässt. Im Lichte der Hafenbeleuchtung geht sie die Brücke der "Sea Watch 3" hinab. Mehrere Polizisten der italienischen Finanzpolizei, der Guardia di Finanza, begleiten sie."

 

Soweit – so gut. Fakt ist, dass dort eine Menschenmenge versammelt war. Für möglich halte ich es, dass sie sich aus Neugier zusammenrottete, um zu schauen, wie die Finanzpolizei mit einer solchen Gesetzesbrecherin umgehen würde. Legitim und verständlich sind für mich sämtliche potenziell gehegten Wünsche der anwesenden Schaulustigen, die sich wünschte, dass CAROLA R. hart bestraft wird und sich freuten, dass sie abgeführt wird. Die vereinzelten Vergewaltigungs-Verwünschungen finde ich hingegen wenig zielführend und überhaupt nicht geschmackvoll! Doch das ist freilich nicht alles – und sollte es auch nicht sein. Weiter im Text:

 

"RACKETE hält den Kopf gesenkt" (da gehen die Meinungen auseinander, mein Eindruck war, dass sie, zumindest im übertragenden Sinne, hocherhobenen Hauptes über den Landesteg stolzierte). Nicht ganz wie bei einer Modenschau, aber ein wenig hochnäsig.

 

Voran:

 

"…ihre Haare sind zu einem großen Knoten gebunden. Ruhig folgt sie den Sicherheitskräften. 'Ich hoffe, diese Schwarzen vergewaltigen dich', brüllt ein Mann, der direkt am Rand des Hafenbeckens steht. RACKETE reagiert nicht auf die Schreie, betritt den Kai und wird durch die Menschenmenge zu einem parkenden Auge geführt. 'Zigeunerin', schreit ein Zuschauer zwischen die Buhrufe. 'In Handschellen mit ihr!' ein anderer."

 

Unser SERGIO war keiner der Männer, die etwas riefen. Er ist ein zurückhaltender, anständiger, arbeitsamer Kerl. Das Wort "Zigeunerin" als unflätige Beleidigung ist inakzeptabel, doch ein wütender Mob (falls es so ablief, wie im WELT-Artikel der Frau KRIST beschrieben) ist nicht charmant und schießt oft übers Ziel hinaus. Dass man Verbrecher, die man zur Verhandlung und U-Haft (vorübergehend) zuführt, mit Handschellen, allein schon wegen der Fluchtgefahr, fixiert, sollte obligatorisch sein. Wer sich kriminell betätigt, muss mit der unter Umständen unangenehmen Erfahrung zusammengeketteter Handgelenke rechnen. Wer so was nicht möchte, der tue einfach nichts Ungesetzliches! In Anbetracht dessen, was CAROLA RACKETE angestellt hatte, wären Handschellen mehr als angebracht gewesen!

 

"Sie haben keine Anlege-Erlaubnis", plärrte es aus der Schiffskommunikationsanlage der SEA WATCH 3. "Wir sind bereit, die 40 Frauen und Kinder an Land zu lassen. Zu diesem Zweck wird ein kleines Beiboot zu Ihnen hinübergeschickt werden und bei Ihnen andocken." – "Roger, roger", antwortete CAROLA R. lakonisch. Wenige Stunden später waren Frauen und Kinder von Bord. Die Kerle allerdings nicht.

 

Die Kerle, unter ihnen, wie sich später herausstellte, mindestens fünf (!) Ex-IS-Anhänger und einige weitere Terroristen, blieben also. Die allgemeine Moral an Bord litt, die Stimmung bei Crew und illegalen Migrationspassagieren war frustriert, aggressiv, irgendwie angespannt. Es war eng geworden an Bord. Nach mehreren Wochen auf See lagen die Nerven blank. Für Augenblicke erwog CAROLA RACKETE eine Umkehr. Sie würde ehrlich sein, das Schiff zurück zur lybischen Küste steuern und die an Bord befindlichen Migranten-Männer einfach dort wieder absetzen, wo ihre Odyssee begonnen hatte, wo deren wahre Heimat war, wo die Kerle eher hingehörten als ins für sie fremdartige Europa. Dieser ehrliche Gedanke durchzuckte kurz ihren Kopf. Aber nur kurz. Der kurze Moment ehrlicher Klarheit wich jedoch schnell wieder aus ihrem Hirn, sie wäre nicht die RACKETE gewesen. Diese Klarheit wurde durch ein stures, starres, steifes Fester-Eigenwillen-trifft-Idealismus-Weltbild ersetzt. Sie musste diese Leute retten (und das bedeutete nicht die vernünftige Variante: zurück nach Libyen, sondern ab nach Europa), war doch verantwortlich für ihre Sicherheit und ihr Überleben! Sie überlegte nicht lange…

 

ALI ATALAY saß draußen auf dem Vordeck des Rettungsschiffes SEA WATCH 3 und beobachtete die Kommando- und Steuerungsbrücke des Schiffes. Durch das Glas, durch welches das ganze Vorderschiff gut einsehbar war. Auf dieser Brücke war sie zu überblicken, CAROLA R. stand dort, die Kapitänin. Ihm war's recht, billig, schließlich brachte sie ihn seinem Ziel näher, in Deutschland, dort angekommen, eine sorgenfreie, komfortable Existenz, von Zuwendungen pekuniäre Sorte geprägt, führen zu können, ehe er spektakulär in Erscheinung zu treten gedachte. Sein "Arbeitgeber", wenn man so wollte, war ein noch nahezu "neuer" Globalplayer im internationalen islamischen Terrorismus-Business und "expandierte" jetzt nach Europa.

ATALAYs Gedanken bewegten sich in Richtung der Kapitänin. Sein Typ war sie nicht, sie war zu taff, zu stark, als Moslem mochte er eher devote, dumme Frauen. Sie sah aber passabel attraktiv aus. Er überlegte, ob er sie, diese "Kuffar"-Frau, vergewaltigen sollte.

Das klingt gewiss grotesk – für ihn war es jedoch ein normaler Vorgang, Teil seines natürlichen Denkens als ein Mann aus einer Kultur, in der sich die Kerle alles nehmen (dürfen). Als er noch im Kerngebiet des IS lebte und kleinere, schmutzige militärische Aktionen für sie ausführte, hatte er mehrere Frauen gewaltsame genommen. Frauen waren für ihn ständig verfügbares Fickmaterial, an dem er Lust und Frust (Erstere eher im Sinne von Notgeilheit) abbauen konnte. Als Mann aus der islamischen Welt galten ihm Frauen als Untertanen; den Koranvers, der da lautet: "Eure Frauen seien euch ein Saatfeld. Bepflügt es, sooft euch danach ist" (salopp übersetzt, im Kern jedoch akkurat bedeutungsgemäß), hatte ALI ATALAY verinnerlicht. Seine Mentalität war aber diesmal seinem Ziel untergeordnet, kühle Berechnung siegte über den zügellosen Drang. Sie würde ihn und die anderen schon sicher und wohlbehalten über das Mittelmeer bringen, ins sichere Italien, von dort aus würde er weiterreisen… In Deutschland ergäbe sich dann gewiss Gelegenheit, eine "Kuffar"-Schlampe zu vergewaltigen…

 

SERGIO LEONARDO konnte solcherlei nicht ahnen: Dass eine deutsche verwöhnte Bürgertochter sich in seinem Heimatland derartig verhalten würde. Dass sie, um Menschenleben zu retten (die niemals ernsthaft in Gefahr gewesen wären, hätte sie nicht wochenlang mit ihnen auf dem Meer gekreist), andere Leben gefährdete, als sie das italienische Polizeiboot rammte, um an ihm vorbei rücksichtslos zum Ufer zu gelangen. Sie hatte gegen das Gesetz verstoßen. Schwerwiegend. Und ja: SERGIO hätte genauso jede italienische, spanische oder sonst woher stammende Frau verachtet, ebenso wie jeden Mann, von überallher, der Derartiges angerichtet hatte. Er ärgerte sich – völlig zurecht – als dank diplomatischen Eingreifens höchster deutscher Beamter und sogar des deutschen Außenministers dafür gesorgt wurde, dass die dreiste Kapitänsfrau, die für ihre rücksichtslose Rammaktion und die Missachtung des Befehls der italienischen Küstenwache, die Migranten nicht auf italienisches Gebiet zu bringen, durchaus eine kleine Haftstrafe hätte erwarten dürfen, nach Deutschland und in Freiheit gebracht wurde. Dies war ein tiefer Schlag für das Gerechtigkeitsempfinden SERGIO LEONARDOs und gewiss nicht weniger seiner Landsleute.

Hätte er noch erfahren, wie verherrlichend und welch unverschämter Heroisierung auf CAROLA RACKETEs Aktion in deutschen Medien reagiert wurde, wie sie hofiert wurde in jeder Talkshow, das Weiterreichen der fleischgewordenen Moralin-Galionsfigur CR wie einen Joint unter Freunden, er wäre garantiert geplatzt! Gut auch, dass er nichts von der Rezeption mitbekam, die die Reaktion der Menschenmenge und in Italien insgesamt auf CAROLA RACKETEs Alleingang erfuhr. SERGIO war Italiener durch und durch, nur kein italienischer Klischee-Macho. Kein Frauenfeind. Waren viele in der Menge auch nicht. sie konnten (fast) alle kein Deutsch, juckten sich nicht an deutschen Linksframingmedien und sprachen Italienisch, ihre Muttersprache, ihre "lingua madre" oder "lingua materna", manche als Fremsprache(n) Englisch und/oder Spanisch/Französisch. Sie waren, wie die meisten, gerade alle echten Männer, in ihrer Mehrheit keine Frauenfeinde, auch wenn sie in ihrer Wut Frauenfeindliches von sich gaben. Hätten sie vom schundromantisierenden Machwerk überschwappender Selbstgerechtigkeit, CAROLA RACKETEs bald darauf erschienene, unter Mitwirkung von ANNE WEISS (die mit STEFAN BONNER damals, 2008, das erfrischende Sachbuch "Generation Doof – Wie dumm sind wir eigentlich?" verfasst hatte) entstandene Buchveröffentlichung "Handeln statt Hoffen – Aufruf an die letzte Generation" gehört, wären sie sauer gewesen. Stinksauer!

 

Wie DER SCHATTENMACHER ferner richtig (paraphrasiert) kommentierte: "Die am Pier Stehenden beleidigten Fräulein RACKETE mit scheinbar sexistischen Äußerungen, weil sich sich über ihr Benehmen aufregten. Wäre sie zu klein, groß, dick, schwul gewesen, dann wäre es in diese Richtung gegangen. Das heißt nicht, dass ich's gutheiße. Aber es lag nicht  an ihrem Frausein in Verbindung mit Selbstsicherheit. Da machen es sich unsre Jornallien zu einfach.

 

Folgendes wurde CAROLA RACKETE zur Last gelegt:

- Gehorsamsverweigerung gegenüber einem Kriegsschiff

- Gewalt- und Widerstandsakte gegen ein Kriegsschiff

- verbotswidrige Navigation in italienischen Hoheitsgewässern

- Begünstigung illegaler Einwanderung

(und noch einiges mehr…man könnte etwa sagen: Sie hat islamische Kämpfer mit ins Land geschleppt)…

 

Nach jahrelangem Exzess-Spielen von WOW hatte sich CAROLA R. entschlossen, fortan aufs Meer zu fahren, zur "Rettungsmission", von Schleppern in lecke Boote aufs offene Wasser verfrachtete Migrationswilliger. Irgendwann hatte es eben KLICK in ihr gemacht. dann war klar, was sie wollte. Man verstehe mich nicht falsch: Ich unterstelle nicht, dass jahrelanges WOW-Spielen einen irgendwann an solch einen Punkt bringt, im Gegenteil: Ich wünschte, sie hätte dieses Spiel bis zum Sankt-Nimmerleinstag gespielt!

Sie hielt sich leider, wie so viele, für einen guten Menschen, für ein moralisch überlegenes Überwesen. Ihre Moral stellte sie dabei über die aller anderen. Sie glaubte (und das ist das wahrhaft Gefährliche an ihr und ihresgleichen), auch unter Einsatz von Rücksichtslosigkeit, dass für sie nicht dieselben Standards gelten wie für andere Menschen. Sie wäre, meiner bescheidenen Einschätzung nach, dazu bereit gewesen, bis zum Äußersten zu gehen. Nur, um sich selbst und anderen zu beweisen, dass sie ein "guter Mensch" sei (was sie meines Dafürhaltens nicht ist). Man hüte sich davor, sich vor sich selbst und anderen beweisen zu wollen/"müssen", ein guter Mensch zu sein! Womit ist noch gleich der Pfad zur Hölle gepflastert?  





(18.12.2019)(C) 2020, Kno-Knoo)

In meiner neuen Kurzgeschichtenreihe verarbeite ich Storys, die sich an real stattgefundenen
Begebenheiten orientieren, sie aber, wie für Geschichten eben üblich, fiktiv etwas ausschmücken. Das
Essenzielle, wirklich Wesentliche jedoch habe ich destilliert, es entspricht dem, was geschehen ist. Es
handelt sich um "Verwerfungen", wie YASCHA MOUNK sie einmal in der Tagesschau nannte, seitdem seit
2015 die Grenzen des Landes nicht mehr vorhanden sind.
Es geht um Verfall: Moralisch, psychisch und paradigmatisch, was dieses Land betrifft. Es wird Positives
geben, jedoch entsprechend der Realität rar gesät, viel mehr aber wird es erschütternd.
Sämtliche Gesellschaftsbereiche werden betroffen sein, sämtliche Nuancen der Negativentwicklung im
Zusammenhang mit der Masseneinwanderung aus muslimischen Ländern werden aufgezeigt. Ggf. werde
ich die entsprechenden Artikel oder Filme/Sendungen nennen, aus denen sich die Informationen beziehen
ließen.
Und ja, ich möchte emotional ergreifen, ich möchte betroffen machen, den Wunsch wecken, etwas zu
unternehmen gegen diese ungünstigen, ja falschen Entwicklungen, die über kurz oder lang zum Verfall,
Untergang und dem Nicht-mehr-Bestehen des Bisherigen führen. Diese Entwicklung ist keinesfalls
positiv.
Ich will zwar kein "Schlangenöl" verkaufen, deshalb bin ich so unverbrüchlich ehrlich wie möglich.
Dennoch möchte ich natürlich meine Sicht auf die Dinge näherbringen, als Autor, der das Ganze in einen
fiktiven Kontext verwebt, verknüpft und verknotet, in dem die traurige Realität jedoch stets vorhanden, in
Rufweite bleibt, zwar ausgeschmückt, zwar vielleicht wertend, ja, aber auch das möchte ich tun: Ich
bewerte durchaus moralisch, gemessen an meinem persönlichen moralischen Empfinden. Dies muss von
Euch, liebe Leser, nicht zu 100% geteilt werden, denn im Gegensatz zu dogmatischen "Haltung"
predigenden Mainstreamjournalisten und Bundespolitikern, die Plattitüden und Durchhalteparolen
ausgeben, während sie so tun, als existierten die Probleme gar nicht oder als sei ihre Lösung geradezu
populistisch (linkspopulistisch in diesem Fall) einfach, während sie ihren politischen Gegnern
"Populismus" vorwerfen. Lösungen präsentiere ich nicht. Die können und müssen nur aus der Politik
kommen, indem ein Umdenkprozess stattfindet und endlich aufgehört wird, jegliches Ansprechen der
massiven Verwerfungen seit der Einwanderung von Millionen Kulturfremder, jegliche Ehrlichkeit und
jegliches Eingeständnis kultureller Inkompatibilität gleich als "Rassismus" und "Nazi" zu bewerten.
Nehmt dies, ihr MERKEL-Selbstgerechten und Regierungs-Ignoranten!


Über Carola R. braucht man nicht mehr viele Worte zu verlieren. Sie hat gegen Gesetze verstoßen, in einer
Weise, bei der sie froh sein kann, dass sie noch frei herumlaufen darf. Sie ist gemeingefährlich, da sie in
ihrer Ansicht, Gutes zu tun, moralisch zu handeln, sich nicht nur als überlegenen guten Menschen wähnt,
sondern auch zum äußersten Rücksichtslosen bereit ist, um ihre Ziele, so krude und falsch sie auch sein
mögen, durchzusetzen. Als Mann oder Frau: gemeingefährlich.
Karl-Konrad Knooshood, Anmerkung zur Geschichte

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 25.05.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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